Titelbild: die Göll-Westwand (Foto Christian)
Foto links: die „Scharitzkehlalm“ im Hintergrund
vl: Josef, Laura, Gerlinde, Susi, Margot, Elfi, Roswitha und Christian
Ein historisch belasteter aber landschaftlich außerordentlich schöner grenznaher Flecken in Oberbayern inspirierte zu einer dortigen Wanderung.
Vom Parkplatz des Gasthauses „Sonneck“ auf der „Scharitzkehlstraße“ am Obersalzberg wurde der Wanderweg 39 genommen und Richtung Osten auf die Straße, welche einst den Wachmannschaften des ehemaligen „Führersperrgebietes“ zu Patrouillenzwecken diente, marschiert. Gleich nachdem das erste Foto entstand, gab es eine kurze historische Einweisung über den ehemaligen Regierungssitz Obersalzberg und eine Empfehlung, das Dokumentationszentrum zu weiterführenden historischen Betrachtungen zu besuchen.
Aber danach wandte man sich von den historischen Schrecklichkeiten ab und den Schönheiten der Landschaft zu. Auf den ca. zweistündigen Marsch über die „Ligeretalm“ zum Ziel „Scharitzkehlalm“ gab es mehrmals eine freie Sicht auf die umliegende Bergwelt vom Untersberg über den Hochstaufen, des Lattengebirges, der Reiteralpe, des Hochkalters und des Watzmanns. In netten Gesprächen vertieft war die Wegstrecke bis zur „Ligeretalm“ schnell zurückgelegt. Davor bei einer Kehre unterhalb der Salzwand posierten sich die Wanderfreunde zu „Kletterübungen“ an der mit Sicherungshaken versehenen Wand. Gleich nach der „Ligeretalm“ tauchte aus dem „Waldmeer“ majestätisch die Göll-Westwand auf, welche Christian sogleich festhielt.
Nun war es nicht mehr weit und die „Scharitzkehlalm“ war erreicht. Die flotte Bedienung kredenzte rasch den hungrigen Wanderern die bestellten Getränke und Speisen, welche bei netten Gesprächen genossen wurden.
Nach einer guten Stunde Brotzeit musste aufgebrochen werden, weil ein Regenguss drohte.
Zurück zum Parkplatz nahm man den „Carl von Linde Weg“, den der Erfinder des Kühlschrankes dort errichten hatte lassen. Dieser führte im oberen Teil durch ein Viadukt, welches als Kulisse für ein Foto diente.
Nach drei Stunden Gehzeit war der ca. elf Kilometer lange Rundweg mit etwa dreihundert Metern im Aufstieg trockenen Fußes zurückgelegt.
Durch die Schönheit der Natur verblassen die Schatten der Vergangenheit, auch wenn diese niemals vergessen werden dürfen!
Josef Schnöll
